15
Nov
2010

Frühling im November?

Nachdem der vergangene Samstag in einigen Bereichen Deutschlands schon sehr viel Wärme brachte, konnten die Höchsttemperaturen des Sonntags diese Werte noch einmal Toppen. In Baden-Württemberg und in Sachsen wurden Maximalwerte der Temperatur von zum Teil mehr als 20 Grad C erreicht. In Stuttgart kletterte die Quecksilbersäule sogar bis auf 21,2 Grad C. Den Spitzenwert von 22,4 Grad C vom 7.11.1955 konnte man aber noch nicht überbieten. In Sachsen war es Garsebach bei Meissen, das mit 20,6 Grad C herausragte. Auch im übrigen Deutschland war das Wetter sehr mild. 15 bis 19 Grad C wurden vielfach registriert. Nur an der See blieben die Höchsttemperaturen noch etwas darunter. Die Ursache dafür war

in der starken Bewölkung und den Regenfällen zu suchen. Mit dem milden Wetter ist es nun aber vorbei. Lediglich im Südosten Bayerns können am heutigen Montag noch einmal die Temperaturen bis etwa 16 Grad C klettern. Im übrigen Deutschland breitet sich hingegen schon die kühlere Luft aus, die auf der Rückseite einer Kaltfront nach Deutschland strömt. Das hat zur Folge, dass die Temperaturen deutlich sinken werden. Auf Höchstwerte zwischen 5 und 10 Grad C werden wir uns in den nächsten Tagen einstellen müssen. Dazu immer wieder Regen, in Lagen oberhalb von 800 bis 1000 m wird dieser sogar in Schnee übergehen. Typisches Novemberwetter könnte man auch sagen.

Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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