16
Nov
2010

DITTE & EMILYA

Das Wetter in Deutschland wurde gestern im Wesentlichen von einem Frontensystem bestimmt, welches die Tiefdruckgebiete DITTE über der südlichen Ostsee sowie EMILYA über dem Mittelmeer miteinander verband. Es erstreckte sich von Südwest nach Nordost diagonal über Deutschland, trennte eine recht milde, ursprünglich mediterrane Luftmasse von kühlerer Atlantikluft und brachte in einem breiten Streifen zwischen Brandenburg und Süddeutschland gebietsweise ergiebigen Regen, im höheren Bergland Schnee.

Die höchsten Niederschläge innerhalb des Meßnetzes des Deutschen Wetterdienstes wurden im Süden Thüringens sowie in Franken beobachtet, innerhalb von vierundzwanzig Stunden bis heute früh 06:00 UTC in Rockdorf (Thüringen, 50°41'N, 11°30'E, 280 m NN) 36 mm, in Sandberg (Rhön, 50°22'N, 10°00'E, 510 m NN) 35 mm sowie im Dreieck Schwarzburg-Katzhütte-Ludwigsstadt (Thüringen) flächendeckend 34 mm. Im höheren Bergland fielen die Niederschläge durchweg als Schnee, so auf dem Feldberg (Schwarzwald, 47°53'N, 07°58'E, 1489 m NN) 14 cm, auf der Wasserkuppe (Rhön, 50°32'N, 09°55'E, 921 m NN) sowie auf dem Rennsteig (Neuhaus, 50°30'N, 11°06'E, 845 m NN) 6 cm und schließlich auf dem Brocken im Harz (51°49'N, 10°39'E, 1142 m NN) 5 cm.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

© Deutscher Wetterdienst