25
Nov
2010

Der Winter lässt grüßen…

Jetzt ist es also soweit. Der Winter gibt sein Stelldichein und bringt auch im Flachland die ersten, wenn auch zaghaften Schneefälle der Saison 2010/11. Als wenig dauerhaft erwies sich der Flockenwirbel bisher vor allem in den tiefer gelegenen Regionen unseres Landes. Die Gemengelage ist eben noch nicht nach dicker Schneedecke im Tiefland. Einerseits war die Intensität des Schneefalls nicht besonders üppig, die Temperaturen lagen auch meist noch etwas über 0 Grad und auch der Boden hat noch einiges an Wärme gespeichert. Im Erdboden werden in 10 cm Tiefe aktuell noch Temperaturen zwischen +2 und +4 Grad gemessen. Einen halben Meter unter der Erdoberfläche lässt fast noch der Sommer grüßen, dort ist es noch ungefähr 7 Grad "warm".

Schaut man sich die morgendlichen Meldungen unserer Wetterstationen am heutigen Donnerstag an, dann haben nur einige wenige tiefer gelegene Orte Schnee zu bieten. Im mecklenburgischen Laage und in Saarbrücken waren am Donnerstagmorgen 6 cm Schnee anzutreffen. In Hannover und Bremen "stapelte" sich der Schnee auf 1cm Höhe, in Berlin reichte es nur zu ein paar weißen Flecken am Wegesrand. Das sieht im Bergland naturgemäß ganz anders aus. Auf den Mittelgebirgsgipfeln liegen derzeit 20 bis 30 cm Schnee, auf dem Brocken im Harz sind 80 cm zu finden, die Zugspitze hat schon über einen Meter Schnee zu bieten. Da kann dann schon mal der ein oder andere Gedanke an das erste Wintersportwochenende kommen, zumal es in den nächsten Tagen auch kalt bleibt und der vorhandene Schnee, dort wo er liegt, auch liegen bleiben wird. Vielmehr gehen die Temperaturen in den nächsten Tagen noch weiter zurück, so dass auch die Flachländer es noch mit den Freuden des Winterwetters zu tun bekommen werden.

Ein anderer Aspekt des Winterwetters sind dann die zunehmend schwierigen Verhältnisse auf den Straßen. Schnee und Glätte sind derzeit in den meisten Gebieten noch kein so großes Thema. Bei wechselhaftem Wetter und dem angesprochenen winterlichen Temperaturniveau muss aber vermehrt mit glatten Straßen durch Schnee und Eis gerechnet werden. Sollte es dann doch mal für längere Zeit aufklaren, stehen nachts auch mal strenge Fröste mit Temperaturen um minus 10 Grad mit auf dem Programm.

Dipl.-Met. Bernd Zeuschner
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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