18
Dec
2011

Unbeständig und wenig winterlich!

Auf diesen einfachen Nenner lässt sich die Wetterentwicklung in der kommenden Woche zusammenfassen. Dabei muss man aber die zwei Wochenhälften unterscheiden. In der ersten Wochenhälfte bestimmt noch eine mehr nordwestliche Strömung mit kühleren Luftmassen vom Nordatlantik unser Wetter. Es kommt immer wieder zu Niederschlägen, die in höheren Lagen als Schnee fallen, in den Niederungen aber mit Regen vermischt sein werden. Entsprechend sind auch die Tageshöchsttemperaturen. Sie werden zwischen 0 und 5 Grad C schwanken. Nur in den Hochlagen der Mittelgebirge herrscht Dauerfrost.

In der zweiten Wochenhälfte dreht dann die Strömung mehr auf westliche Richtungen. Das hat zur Folge, dass die Niederschläge wieder deutlich wärmer werden. Unbeständig bleibt es auf jeden Fall, wobei bis in Lagen von 500 bis 600 m der Schnee in Regen übergehen wird. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf Werte zwischen 3 und 8 Grad C. Dazu gesellt sich noch ein zeitweise böiger Südwest- bis Westwind.

Dieses Wetter wird -nach den derzeitigen mittelfristigen Vorhersagen- auf jeden Fall bis zum Samstag andauern. Und dann haben wir ihn schon, den Heiligen Abend. Wer an diesem Tag auf eine geschlossene Schneedecke hofft, muss schon sehr hoch hinaus. 800 bis 1000 m sollten es mindestens sein. Denn in den Niederungen ist auf jeden Fall tristes Grau angesagt. Verbunden ist dies mit Regenfällen, Temperaturen zwischen 3 und 8 Grad C und dazu ein böiger Wind, der an der Küste auch stürmisch sein wird. Und auch in den nachfolgenden Tagen zeigt sich derzeit keine wesentliche Wetteränderung.

Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.12.2011

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