31
Dec
2011

Laue und nasse Silvesternacht

Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen und die letzten Vorbereitungen für die Feierlichkeiten am heutigen Samstagabend laufen. Wie immer stellt sich gerade für die Feuerwerker unter uns die Frage, ob zur besten Raketen- und Böllerabschusszeit um Mitternacht herum auch das Wetter mitspielt.

Niederschläge als großer Störfaktor für Feuerwerksaktivitäten sind gebietsweise leider zu erwarten. Wo es genau um Mitternacht nun regnet oder schneit, ist nicht mit endgültiger Sicherheit zu sagen. Ein Blick auf die Vorhersagekarte für Mitternacht (siehe dazu die Grafik, zu finden rechts in der Rubrik "Thema des Tages" unter [mehr]) verrät, dass voraussichtlich viele etwas Nasses von oben bekommen. Einige werden aber auch in einer Niederschlagspause zum Feuerwerk gehen können. Vor allem in Regionen nordöstlich der Elbe bleibt es wohl gänzlich trocken und Wolkenauflockerungen sind möglich.

Der Wind stellt zum Jahreswechsel 2011/2012 meist ein nicht ganz so großes Hindernis dar. Im Osten ist der Süd- bis Südwestwind überwiegend nur schwach, im übrigen Land sonst zeitweise mäßig. An der See und im Südwesten sowie in höheren Lagen kann jedoch frischer Wind mit starken Böen wehen, auf den höchsten Gipfeln im Süden sind sogar einzelne Sturmböen dabei. Insbesondere dort sind also die Bedingungen, ein Feuerwerk zu zünden, relativ schlecht und sogar gefährlich.

Die Temperaturen um Mitternacht sind dagegen nur noch in den Bergen der östlichen Mittelgebirge frostig. Etwas kälter ist es auch noch im Nordosten bei knapp um oder über 0 Grad. Handschuhe sind dort also empfehlenswert, auch wenn dadurch der Zündvorgang beim Feuerwerk erschwert wird. Je weiter man nach Westen kommt, desto wärmer wird es und desto einladender ist es, die Zeit im Freien zu verbringen. So sind um 0 Uhr im Rheinland sogar um 10 Grad zu erwarten. Die Hände werden dort also nicht so schnell kalt und Handschuhe sind eigentlich nicht mehr notwendig. Sollte es aktuell dann gerade auch noch trocken sein, steht einem ausgiebigen Feuerwerk kaum noch was im Wege.

Die Sicht wird angesichts des feuchten und wolkenreichen Wetters allgemein (außer im Nordosten) jedoch nicht sehr gut sein. Mit dem Höhepunkt des Feuerwerks zum Jahreswechsel kommt zusätzlicher Rauch in die Atmosphäre, womit die Sicht weiter gedämpft wird. Weit entfernte Raketenblitze sind dann wahrscheinlich nur noch diffus wahrzunehmen.

Allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches und gesundes 2012!

Dipl.-Met. Simon Trippler
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 31.12.2011

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