07
Nov
2011

Mal Hoch, mal Tief - wie hätten Sie`s gern?

Seit Tagen sieht man auf der Wetterkarte keine wesentliche Änderung: tiefem Luftdruck im Westen steht hoher Luftdruck im Osten gegenüber. Die Fronten dieser Tiefs versuchen immer wieder, gegen dieses stabile Hoch anzugehen - mit nur mäßigem Erfolg - jedenfalls über Deutschland.

Weiter westlich hingegen haben diese Tiefs bereits reichlich Regen abgeladen - nicht nur in Ligurien. In Südfrankreich kamen in den letzten 3 Tagen in einigen Orten mehr als 150 mm zusammen. Nun hat sich gerade über dem westlichen Mittelmeer ein Unwetter-Tief gebildet, das erneut im Bereich des Golfs von Genua und den Seealpen viel Regen bringt. Bis Dienstag früh dürften dort über 100 mm Regen fallen. Von Mallorca bis Korsika werden mit etwa 20 mm auch keine rechten Urlaubsgefühle vermittelt, zumal auch noch stürmischer Wind bläst.

Das Hochdruckgebiet über Osteuropa hingegen hat in Russland für winterliche Temperaturen gesorgt. Der Schwerpunkt des Hochs liegt etwa in Höhe des Schwarzen Meeres. An seiner Ostflanke gelangte bereits von Norden her massiv Kaltluft in die Gebiete. Tagsüber wird es daher östlich des Urals kaum noch wärmer als -10 Grad.

Und bei uns? Nun, auch in den nächsten Tagen ändert sich nicht viel: im Osten überwiegt das Hoch, im Westen bringen Fronten immer wieder feuchte Luft an. Jedoch sickert von Osten her allmählich kältere Luft nach Deutschland, so dass gegen Ende der Woche im Osten wieder Nachtfrost möglich ist.

Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 07.11.2011

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