12
Dec
2011

Ein Blick in die Sterne

In den folgenden Nächten lohnt sich eventuell ein Blick zum Himmel - vorausgesetzt man hat freie Sicht...

Die Geminiden, ein Sternschnuppenstrom, der vom 7. bis 17. Dezember am Himmel zu sehen ist, erreichen am Mittwoch gegen 14 Uhr ihr Maximum. Dabei wird mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde gerechnet. Bereits in der kommenden Nacht und auch noch am Mittwochabend lohnt der Blick zum Himmel. Die Sternschnuppenströme werden nach den Sternbildern benannt, aus denen sie zu kommen scheinen. Im Fall der Geminiden ist dies das Sternbild Zwillinge/Gemini. Wer sich dabei am Nachthimmel orientieren möchte, der sollte zunächst das Sternbild des Orion - eines der prominentesten Sternbilder im Winterhalbjahr - am südlichen Sternenhimmel suchen. Etwas weiter in östliche Richtung befindet sich dann das Sternbild Zwillinge.

Doch wer hat heute und in den kommenden Nächten wirklich die Chance, ein paar Sternschnuppen zu sehen?

In der Nacht zum Dienstag gibt es deutschlandweit zeitweise Chancen die Sternschnuppen zu sehen. Der Westen kann am Abend mit größeren Wolkenlücken rechnen, bevor dann im Laufe der Nacht wieder dichte Wolken und Regen von Westen aufkommen. Die Osthälfte kann zwischen Mitternacht und 2 bis 3 Uhr morgens mit gering bewölktem Himmel aufwarten. In der Folgenacht zum Mittwoch bleibt der Himmel leider überwiegend bewölkt. Am Mittwochabend aber könnte man gebietsweise nochmals einen Versuch starten, die Sternschnuppen zu sehen. Nach jetzigem Stand der Vorhersagen könnte ein Streifen von Baden-Württemberg bis nach Mecklenburg-Vorpommern zeitweise gering bewölkt oder gar sternenklar sein und somit nochmals einen Blick auf die Geminiden erlauben.

Und wer diese Mal kein Glück hat, der kann in den nächsten Tagen bereits nach den Ursiden Ausschau halten, deren Maximum in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember erwartet wird und die man im Sternbild Kleiner Bär (Ursa minor - kleinen Wagen am nördlichen Sternenhimmel) sehen kann.

Dipl.-Met. Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 12.12.2011

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