13
Dec
2012

Südwestlage beschert Glatteis und Tauwetter

Die frühwinterliche Witterung geht zu Ende und ab heute Abend stellt sich eine zyklonale Südwestlage (wissenschaftliche Abkürzung SWz) ein. Sie zählt zu den gemischten Zirkulationsformen, d.h. die zonale, also in West-Ost-Richtung verlaufende Strömungskomponente und der in Süd-Nord-Richtung orientierte, meridionale Anteil, sind etwa gleich groß.

Zwischen einer Zone hohen Luftdruckes vom Mittelmeerraum bis nach Russland und dem riesigen Sturmtief NICKI über dem Nordatlantischen Ozean, verläuft über West- und Zentraleuropa eine straffe, hoch reichende Südwestströmung, mit der milde Meeresluft herangeführt wird.

Südwestlagen sind typisch für das Klima Mitteleuropas. In ihrer zyklonalen Ausprägung bewirken sie im Winter milde Witterung mit Tauwetter bis in die Hochlagen der Mittelgebirge, z.T. ergiebige Niederschläge, die in unserem Falle aufgrund des gefrorenen Bodens mit gefährlicher Glatteisbildung einher gehen und lebhafte bis stürmische Südwestwinde.

Grafische Darstellungen in Form von Boden- und Höhenwetterkarten finden Sie im Internetangebot des Deutschen Wetterdienstes.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.12.2012

© Deutscher Wetterdienst