27
Dec
2012

Wenn das 5. Lichtlein brennt...

Tja, Weihnachten ist vorbei und in ein paar Tagen fängt schon das neue Jahr mit guten Vorsätzen und Hoffnungen an.

Aktuell ist es aber verbreitet mit Tageshöchstwerten zwischen 7 und 11 Grad zu mild für diese Jahreszeit. Im Deutschlandmittel ist der Dezember bis heute (Donnerstag) im Vergleich mit der Referenzperiode 1961 - 90 um +0,7 Grad zu mild.

Das kommt einem angesichts der eher sehr milden Temperaturen in den vergangenen Tagen eher wenig vor, jedoch darf man nicht vergessen, dass Anfang Dezember ein kurzer, aber kräftiger Wintereinbruch für steigende Heizkosten und für manche Unfälle sorgte.

Diese Sorgen dürften bis Neujahr weitestgehend unnötig sein, da das eher milde doch leider auch teils regnerische und windige Wetter weiter anhält. Einzig in den Nächten und im höheren Bergland ist wieder leichter Frost möglich. Und auch nur im Bergland ist mit Schnee zu rechnen. Zumindest bis zum Jahreswechsel ist nicht mit einem neuerlichen Wintereinbruch zu rechnen.

Und auch danach gibt es aktuell keinen eindeutigen Trend, dass eine kältere Periode in Deutschland Einzug hält. Gleichermaßen sind diese Vorhersagen immer mit großen Unsicherheiten behaftet.

Aber wie wird denn nun das Wetter, wenn am kommenden Sonntag das 5. Lichtlein brennen könnte, wenn es dies gäbe? Tja, wie oben schon angedeutet, kalt wird es nicht. Es bleibt eher mild mit Tagesmaxima zwischen 7 und 10 Grad, und auch im Bergland ist es mit Höchstwerten um 2 Grad nicht wirklich winterlich. Dafür kann man wahrscheinlich auch mal wieder Sonne sehen, und zwar im Süden des Landes. Im Norden bleibt es überwiegend wechselhaft mit einigen Schauern. Aber auch der Wind hat einiges zu tun, vor allem an der Küste und in den Mittegebirgen sind Sturmböen recht wahrscheinlich.

Dipl.-Met. Christina Speicher
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 27.12.2012

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