26
Nov
2013

Kalt ist es geworden...

... und es überrascht hoffentlich keinen, denn wir befinden uns am Ende des Novembers.

Die Tiefstwerte der vergangenen Nacht lagen nahezu deutschlandweit unter dem Gefrierpunkt, nur entlang der Küsten von Nord- und Ostsee und auf den Inseln gab es Plusgrade, die der Umgebung bzw. Nähe des mit 6 bis 10 Grad noch recht warmen Wassers geschuldet sind. Auch am Oberrhein gab es einzelne Stationen, die als Tiefsttemperatur leicht positive Temperaturen aufwiesen. Dort hielt sich die schützende Wolken- oder Hochnebeldecke bis nach Sonnenaufgang, so dass die nächtliche Auskühlung etwas gedämpft wurde.

So, nun ein Blick auf die tiefsten Temperaturen der vergangenen Nacht:

Mecklenburg-Vorpommern: -1 bis -5 Grad (Ostseeküste +1 bis +3 Grad) Brandenburg: -1 bis -5 Grad Berlin: -2 bis -5 Grad Sachsen-Anhalt: -1 bis -7 Grad Sachsen: -1 bis -7 Grad Thüringen: -2 bis -6 Grad Bayern: -2 bis -10 Grad Baden-Württemberg: 0 bis -9 Grad Hessen: -2 bis -7 Grad Rheinland-Pfalz: -1 bis -5 Grad Saarland: -1 bis -3 Grad Nordrhein-Westfalen: -1 bis -6 Grad Niedersachsen: -1 bis -6 Grad (Nordseeküste 0 bis +5 Grad) Bremen: -6 Grad (0 Grad - Bremerhaven) Hamburg: -3 bis -6 Grad Schleswig-Holstein: -2 bis -7 Grad (Nord- und Ostseeküste +1 bis +4 Grad)

In einigen Gebieten wird es heute wohl auch tagsüber frostig bleiben, insbesondere natürlich im Bergland. Aber auch in Gebieten mit voraussichtlich wenig Sonnenschein im Süden und Südosten werden sich die Temperaturen schwer tun, über den Gefrierpunkt hinaus zu steigen. Vor allem südlich der Donau wird verbreitet ein Eistag, also ein Tag mit Dauerfrost, bei dem auch die Tageshöchstwerte unter 0 Grad bleiben, erwartet.

Im Norden setzt bereits heute im Tagesverlauf eine deutliche Milderung ein, die bis zum Freitag allmählich auch die südlichsten Landesteile erreicht. In der Übergangsphase von Frost bzw. Dauerfrost zu milderen Temperaturen muss - wie bereits im gestrigen Thema des Tages ausführlich beschrieben - in Verbindung mit Niederschlag teils mit Glatteisbildung gerechnet werden. Diese Gefahr kann bereits ab den heutigen Abendstunden im Norden bzw. Nordwesten bestehen und verlagert sich am Mittwoch tagsüber allmählich auf die Mitte und im Laufe des Donnerstags bis in den Süden Deutschlands.

Dipl.-Met. Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.11.2013

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